Dienstag, 9. Juni 2015

Und was gibts dazu?

Die Rote Königin und der Zwei-Fronten-Tee


Seit letzter Woche bin ich stolze Besitzerin des wundervollen Buchs „Die Rote Königin“ von Victoria Aveyard. 




Ich muss zugeben, dass mich ein gutes Cover schon das ein oder andere Mal zum unüberlegten Kauf gezwungen hat. In diesem Fall konnte mich aber nicht nur der Umschlag sondern auch der Inhalt des Buches vorab überzeugen.
Ein Buch über ein Mädchen aus ärmlichen Verhältnissen, dass durch ungünstige Umstände in einen Kampf am königlichen Hof verwickelt wird. Als wäre das nicht schon genug, muss sie nach einigen Schicksalsschlägen auch noch den Prinzen heiraten.

Ein Plot – so mag man denken - der gewiss so, oder so ähnlich, schon das ein oder andere Mal Anwendung in einem Fantasyroman fand. Ich konnte mich allerdings nach wenigen Seiten davon überzeugen, dass dieses Buch eben nicht dem klassischen „Mädchen heiratet Prinz und wird glücklich“-Schema entspricht. Ganz im Gegenteil: So ist die Hauptcharakterin Mare keineswegs begeistert davon in der Hierarchie aufzusteigen. Zum Einen möchte sie weder ihre Familie, noch ihren besten Freund und schon gar nicht ihre Gesinnung als Rote aufgeben, nur um auch noch mit dem falschen Prinz verheiratet zu werden. Ihr Leben verläuft fortan nicht romantisch verklärt sondern eher fremdgesteuert, gespickt mit Machtkämpfen und voll von unkalkulierbaren Gefahren.

Das Buch überzeugt durch einen sehr ausgeklügelten Handlungsstrang, einen intelligenten Schreibstil und gute Charaktere. Mit 512 Seiten verspricht es zudem eine Menge Lesefreude, bei der ein kulinarischer Lesesnack nicht fehlen sollte.

Passend zum Thema habe ich mich entschieden euch als Lesebegleitung den  

„Zwei-Fronten-Tee“ 

vorzustellen. Abwechselnd je nach Stimmung, ob man dem versnobten Wohlstandvolk der Silbernen folgt oder gerade mit den „Roten“ eine Rebellion anzettelt, kann man zum Getränk seiner Wahl greifen: 





„Das Getränk der Silbernen“: Ein milder Rotbusch mit Aprikosengeschmack.

Was braucht man dafür?
1 TL grüner Rotbusch mit ½ TL Honeybusch gut im Teeei vermischen
1 Aprikose in Scheiben geschnitten
ein paar Blätter Zitronenmelisse

Und was mache ich damit?
Alles zusammen in eine Teetasse legen, mit heißem Wasser übergießen und fünf Minuten ziehen lassen. Dann das Teeei entfernen. Wenn ihr den Tee danach noch etwas länger stehen lasst, dann entfaltet die Aprikose ihre wahre Wirkung.


„Das Getränk der Roten“: Ein rebellischer Himbeer-Sencha-Mix.

Was braucht man dafür?
1 TL milden Sencha (Grüntee)
1 Zweig Zitronenmelisse
ein paar Waldmeisterblätter
Himbeeren nach Belieben

Und was mache ich damit?
Auch hier alle Zutaten in eine schicke Teetasse legen, heißes Wasser drüber gießen und drei Minuten ziehen lassen.

Ich wünsche Euch viel Spaß mit der roten Königin und ihrem Lesegleiter dem „Zwei-Fronten-Tee“ :o)

Kommentare:

  1. Den roten, rebellischen Himbeer-Sencha haben wir vorgestern nachgebrüht. Mit den Tiefkühlhimbeeren hat es super geklappt, wahrscheinlich sind die sogar besser als frische. Ich versuche dir die Tage mal das Foto zu schicken (befindet sich aktuelle noch auf dem Handy meines Bruder). Liebe Grüße,
    Lina
    P.S: War seeehr lecker und frisch fruchtig. Nur der Waldmeister war bei uns schon so fies in der Blüte, da habe ich nur wenige frische Zweige sammeln können.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hi Lina,
      im Endeffekt dominiert die Himbeere eh über den Waldmeister. Wenn du den Geschmack von Waldmeister voll auskosten willst, dann kannst du ihn auch mal pur aufbrühen. Das habe ich letztes Jahr versucht. Ist mal eine interessante Geschmacksrichtung. In dem rebellischen Himbeer-Sencha sieht sie aber einfach verdammt gut aus :o)
      Es freut mich so, dass dir das Rezept gefallen hat. Und: Ich freue mich auf dein Foto!
      Ganz liebe Grüße
      Tanja

      Löschen