Samstag, 20. Mai 2017

Mädelsabend



Hallo ihr Lieben,

endlich ist es wieder soweit: Es ist Mädelsabendzeit.
Leni und ich haben uns schon mit einem leckeren Snack eingedeckt und ein Buch bereit gelegt, welches wir heute lesen wollen. Vielleicht erinnert sich der ein oder andere von euch, dass wir vor geraumer Zeit gemeinsam mit Livia von „Samtpfoten mit Krallen“ eine SuB-Aktion ins Leben gerufen haben. An diesem Tag wurden Bücherregale neu sortiert, außerdem haben wir euch einige Ideen vorgestellt, was ihr mit euren ungelesenen Büchern alles so anstellen könnt. Einige schöne Aktionen gab es an diesem Tag. So zum Beispiel auch ein SuB-Voting, bei dem wir euch haben abstimmen lassen, welches Buch Leni und ich heute Abend von unserem Stapel befreien und beim Mädelsabend lesen sollen.

Mit eindeutiger Mehrheit habt ihr euer Voting auf „Der Duft von Büchern und Kaffee“ abgegeben. Ich werde heute Abend also euer Wunschbuch „Nie mehr zurück“ von Vivian Vande Velde lesen.

Worum geht’s?
23 Minuten, die über Leben oder Tod entscheiden
Zoe ist anders als alle anderen. Sie hat die besondere Fähigkeit, die Zeit zurückdrehen und dadurch das Geschehene verändern zu können. Als sie bei einem Bankraub miterleben muss, dass ein Mann erschossen wird – ausgerechnet der gut aussehende junge Mann, der ihr nur wenige Minuten zuvor in einer schwierigen Situation beigestanden hat – entschließt sie sich dazu, ihn zu retten. Doch ihre Gabe kommt nicht ohne Einschränkungen. Zoe kann nur 23 Minuten in der Zeit zurückspringen, und oft verschlimmert sich die Situation durch ihr Eingreifen. Zoes Entschluss könnte in einer Katastrophe enden. Und er bringt sie in große Gefahr. Denn er lenkt die Aufmerksamkeit des Bankräubers auf sie ...
Quelle: ivi (Piper)

Natürlich wird es bei mir auch einen leckeren Snack zum Buch geben. Kürzlich habe ich beim Stöbern in der Kochbuchabteilung meiner Lieblingsbuchhandlung ein Rezeptbuch für NiceCreme (=gesunde Form von Eiscreme meist mit gefrorenen Bananen als Hauptzutat) entdeckt. Inspiriert durch die Rezepte habe ich mich entschlossen eine Variante ein wenig abzuwandeln und heute Abend auszutesten.

Herausgekommen ist ein köstlicher Mango-Bananen-Milchshake.

Das Rezept möchte ich euch gerne verraten:

Eine in Scheiben geschnittene gefrorene Banane, eine in Stücke geschnittene gefrorene Mango und etwas Cashewmilch in einen Becher geben. Mit einem Stabmixer zu einer geschmeidigen Masse verrühren. Nach und nach zwei Tassen Cashewmilch untermixen.
In zwei hohe Gläser geben.

Nun eine kleine Dose kühlgestellte Kokosmilch öffnen. Die weiße dicke Creme herauslöffeln und zusammen mit dem Mark einer Vanilleschote in eine Schale geben. Mit dem Mixer kurz aufschlagen. Die Kokossahne auf die Milchshakes verteilen.

Sechs Datteln, einen Teelöffel Kokosöl, etwas Zimt, einen Esslöffel Mandelmus und ein wenig Cashewmilch in einen Rührbecher geben. Zu einer leicht flüssigen Masse verrühren.
Mit einem Esslöffel auf die Kokossahne geben und mit einem Strohhalm servieren.

*Tipp: Wenn ihr das Obst vor dem Einfrieren in Scheiben/Stücke schneidet, fällt auch das Zerkleinern mit dem Mixer später viel leichter.

Im weiteren Verlauf des Abends wird es bei mir auch noch ein Glas mit Erdbeerbowle geben.

Ihr habt Lust heute Abend mitzulesen, mit Leni und mir ein wenig über eure Charaktere zu sprechen und ein wenig Spaß zu haben?

Prima: Tragt euch doch gleich über den folgenden Add-Link-Button ein, damit andere Leser ganz leicht zu euch gelangen können.

Ihr habt keinen Blog oder wollt aus anderen Gründen keinen Beitrag erstellen, aber trotzdem mitmachen? Kein Problem: Natürlich könnt ihr auch einfach über die Kommentare auf Lenis oder meinem Blog von eurem Buch berichten. Wir freuen uns auf einen schönen Abend mit euch :o)

Mit von der Partie sind heute:




Dann beginnen wir doch gleich mit unserer ersten Frage zum heutigen Abend:

18:00 Uhr - Stammt dein heutiges Buch von deinem Stapel ungelesener Bücher oder hast du es erst ganz frisch gekauft? Verrate uns doch, auf welchem Weg es zu dir gefunden hat? Wie lange liegt es schon auf dem SuB? Was hat dich am Buch neugierig gemacht und was hat dich bisher davon abgehalten, es zu lesen?

Mein heutiges Buch liegt seit Oktober 2016 auf meinem Stapel ungelesener Bücher. Ich habe es damals auf der Buchmesse in einer hübschen Tasche beim Pipertreffen vom Verlag erhalten. Der Klappentext hat schon damals mein Interesse geweckt.

Vom Lesen abgehalten hat mich bislang die fehlende Zeit. Auch habe ich auf einigen Blogs kritische Rezensionen zum Buch verfolgt. Einige Leser waren der Meinung, dass die geringe Seitenzahl vielleicht daran Schuld sein könnte, dass die Thematik nicht genügend Tiefgang hat. Ich bin wirklich sehr gespannt, ob ich diese Ansichten teilen werde oder ob ich ganz anders empfinde.


19:00 Uhr - Am Aktionstag haben wir dir einige schöne Möglichkeiten vorgestellt, um den SuB zu verkleinern. Stell dir vor, du würdest dein heutiges Buch für eine dieser Aktionen freigeben. Welche würdest du wählen und warum? Wenn du dich z.B. fürs verschenken entscheidest, dann verrate uns doch, an wen du es gerne weitergeben würdest. Warum gerade an diese Person?
Hier könnt ihr noch einmal kurz in unseren Aktionen stöbern:


Mein Buch hat tatsächlich an einer dieser Aktionen teilgenommen. Ich habe euch damals beim SuB-Voting vorgestellt. Ihr habt euch zwischen drei Büchern genau für dieses entschieden.
Wenn ich mich heute noch einmal für eine Aktion entscheiden sollte, dann würde ich das Buch, nachdem ich es gelesen habe gerne wieder für die Aktion „Ausgesetzt“ freigeben. Ich habe seit der Buchmesse kein Buch mehr in auf Reisen geschickt. Dabei macht es mir so viel Freude den Anfang des Abenteuers auf meinem Blog festzuhalten. Ich bin jedes Mal wieder voller Hoffnung und sehr gespannt, ob sich der Finder zurück meldet. Selbst, wenn er/sie das nicht tut, so stelle ich mir sehr gerne vor, welche Freude der neue Besitzer wohl mit der Geschichte haben könnte.


20:00 Uhr - Zitiere eine Stelle die dir gefällt aus der Seite, auf der du dich gerade befindest oder blätter zu der ersten Seite zurück und schreibe den ersten Satz auf.

Da es sich bei meinem Buch um einen Thriller handelt, kann man vielleicht schon vermuten, dass es hier nur wenig poetische Sätze gibt. Auf meiner aktuellen Seite baut sich zwar gerade die Spannung auf, jedoch habe ich keinen zitierfähigen Satz gefunden. 

Der erste Satz klingt für mich jedoch sehr interessant. Er verspricht eine spannende Einleitung und macht neugierig auf das, was gleich geschehen wird:

Die Geschichte beginnt mit einem Akt verstörender Gewalt.

21:00 Uhr - Stelle uns drei Bücher deines SuBs vor. Danach schau auf den anderen Blogs vorbei und verrate dort in den Kommentaren, welches aus der jeweiligen Auswahl des Teilnehmers dir besonders gefällt. Gerne kannst du deine Entscheidung auch noch begründen.



Clockers von Richard Price

Inhalt:
Clockers sind Dealer, die ihre Junkies Tag und Nacht mit Stoff versorgen. Auch hier im Slum, wo die Welt rauer ist als irgendwo. Hilflos steht die Polizei aggressiv daneben, die Stadt resigniert. Bis sich die Spannung in einer Explosion entlädt.
Richard Price hat dieses Szenarium in seinem grandiosen Meisterwerk ›Clockers‹ umgesetzt. Es entstand ein handlungsgetriebener und vor Spannung berstender Großstadtroman, den Spike Lee mit Harvey Keitel verfilmt hat und der die Blaupause für die gefeierte Fernsehserie ›The Wire‹ schuf.
Quelle: Fischerverlag



Ana und Zack von Brian Katcher (ganz frisch eingezogen)

Inhalt:
Ana und Zak leben auf zwei verschiedenen Planeten – bis zum ersten Kuss.
Ana und ihr jüngerer Bruder Clayton nehmen an derselben Quiz-Meisterschaft in Seattle teil wie Zak. Alles könnte gut sein, doch Mastergenie Clayton entwickelt sich zum kleinen Aas und haut heimlich abends vom Turnier ab, um sich auf der nahe stattfindenden großen Science-Fiction-Comic-Convention zu amüsieren. Für Ana und Zak, die ihn finden müssen, bevor der Morgen graut (alles andere hätte furchtbare Konsequenzen) beginnt eine Nacht zwischen Orks, Bogen schießenden Amazonen und wild gewordenen Wikingern. Eine verrückte Nacht, in der beide über sich hinauswachsen, ihre Masken fallen lassen sich zum ersten mal so sehen, wie sie sind: verletzlich, wütend, voller Leben und randvoll mit Gefühlen füreinander.
Quelle: dtv


Light & Darkness von Laura Kneidl

Inhalt:
Die Existenz von Vampiren, Feen und anderen Paranormalen ist längst kein Geheimnis mehr. Doch ist es ihnen verboten, sich ohne die Begleitung des ihnen zugeteilten Delegierten in der Öffentlichkeit zu bewegen. Ausgerechnet bei der warmherzigen Light versagt jedoch das raffinierte Auswahlsystem: Ihr erster Paranormaler ist der rebellische und entgegen aller Regeln männliche Dämon Dante. Und schon bald muss sie sich fragen, ob sie ihn vor der Menschheit oder sich selbst vor ihm schützen muss…
Quelle: Carlsen


22:00 Uhr - Wenn ihr euch bis zu dieser Stelle einen Titel für eure momentane Lektüre überlegen müsstest, wie würde euer Buch heißen (alternativ zum tatsächlichen Buchtitel)?

Ich befinde mich noch im ersten Teil des Buches, daher weiß ich nicht, wie sehr die Aussage „Nie mehr zurück“ noch auf die Geschichte zutreffen wird. Eigentlich finde ich den Titel schon sehr gelungen.
Alternativ könnte man hier vielleicht auch „23 Minuten“ nehmen. Das ist die Höchstzeit, die Zoe zur Verfügung steht, um in der Zeit zurückzureisen. Ist also z.B. etwas vor einer Stunde passiert, so besteht für sie keinerlei Möglichkeit mehr das Schicksal abzuwenden. Ich glaube, dass diese 23 Minuten noch sehr wichtig für die Geschichte werden könnten.


Das war nun auch schon unsere letzte Frage für den heutigen Abend. Nun würden wir natürlich gerne von euch wissen, hat euch der heutige Abend gefallen? Gibt es Anregungen oder Wünsche für das nächste Mal? Habt ihr vielleicht sogar eine Frage für uns, die ihr auf dem nächsten Mädelsabend unbedingt entdecken wollt? Wir freuen uns auf euer Feedback!




Gewinnspiel "Black Butler" - Ausgelost

 

Hallo ihr Lieben,

vor geraumer Zeit gab es bei Leni von „Meine Welt voller Welten“, Livia von „Samtpfoten mit Krallen“ und mir ein kleines SuB-Special. An diesem Tag haben wir euch aufgefordert, gemeinsam mit uns euren SuB ein wenig genauer zu betrachten. Wir haben euch unter anderem Möglichkeiten vorgestellt, wie ihr mit ungelesenen Büchern anderen Menschen eine Freude bereiten könnt.

Unter der Überschrift „Verschenken macht Spaß“ habe ich zwei Bücher eine Reihe, die schon etwas länger auf meinem SuB liegt und vermutlich nicht mehr gelesen wird, zur Verlosung ausgeschrieben. 


Unter den eingegangenen Kommentaren habe ich nun ausgelost.

Über Black Butler (Band 1 und 2) darf sich

Tiffi2000


freuen.

Herzlichen Glückwunsch liebe Tiffi :)

Teile mir doch bitte über das Kontaktfeld deine Anschrift mit, damit ich den Manga möglichst bald auf die Reise zu dir schicken kann.

An alle anderen Teilnehmer: Bitte seid nicht traurig. Bald wird es schon wieder ein Gewinnspiel geben. Ich habe mir bereits etwas Schönes überlegt. Ihr könnt gespannt sein :o)

Ganz liebe Grüße
sendet euch
eure
Tanja

Donnerstag, 18. Mai 2017

Durchgelesen

Rezension zu Ich wollte nur, dass du noch weißt von Emily Trunko und Lisa Congdon



Verlag: Loewe
Seitenzahl: 192
Format: Hardcover mit Folienprägung, abgerundeten Ecken und Leseband
Preis: 14,95 Euro
ISBN: 978-3-7855-8608-2
Übersetzer: Nadine Mannchen
Altersempfehlung des Verlages: Ab 14 Jahren
Abgeschlossene Erzählung





Inhalt:

Auf ihrem Tumblr-Blog „Dear My Blank“ stellt die 16-jährige Emily Trunko Briefe ein, die von verliebten, verletzten, hoffnungsvollen und hoffnungslosen Menschen verfasst wurden, die aber niemals abgeschickt wurden. Einige dieser Briefe wurden aus dieser Plattform herausgesucht und in ein mit liebevollen Zeichnungen verziertes Buch gedruckt. Dieses Buch heißt, „Ich wollte nur, dass du noch weißt“.



Aufmachung und näheres zum Inhalt:

„Ich wollte nur, dass du noch weißt“ enthält allerlei humorvolle, traurige, berührende, hoffnungsvolle, aber auch schlichte Botschaften, die an einen konkreten Absender verfasst, aber nie abgeschickt wurden. Alle Briefe werden in diesem Buch anonymisiert, indem Verfasser und Absender oft nur mit einem Anfangsbuchstaben, selten auch mit ausgeschriebenem Vornamen, benannt werden.

Thematisch werden die Briefe in die Kategorien Liebes Ich, Liebe Welt, Freunde, Familie, Herzschmerz, unerwiderte Liebe, Verrat, Verlust und Danke eingeordnet. Hier findet man Zeilen an Geschwister, Eltern, die große Liebe oder die Liebe, die leider in keinster Weise auf Gegenseitigkeit beruht, ebenso, wie den Versuch sich selbst zu akzeptieren oder auch Worte an Freunde, eine Kombination von Liebe, Trauer, Freude, Leid und Schmerz.

Alle Briefe wurden mit liebevollen Zeichnungen von Lisa Congon illustriert, die von der Art her dem Cover ähneln. Verschiedene Schriftarten und ein fester, sehr stabiler Einband sowie ein Lesebändchen komplettieren die liebevolle Gestaltung.



Eigene Meinung:

Dieses Buch fällt durch seine liebevolle Gestaltung ins Auge. Die Briefe machen neugierig.
Auf die Wahrheit hinter den Worten.
Wie war das Leben der Absender und Adressaten? Werden sie wieder zueinander oder/und zu sich selbst finden? Wird die Person, der sie den Brief nie geschickt haben ihr Leben noch einmal durchkreuzen oder muss es ihnen gelingen für immer Abschied zu nehmen? Einige der Briefe berühren, andere bleiben oberflächlich. Hier trifft der Leser auf die unterschiedlichsten Charaktere. Auf selbstbewusste, verletzliche, bereuende und hoffnungsvolle Menschen, aber auch auf die, die endlich einen Schlussstrich ziehen wollen oder ihn bereits gezogen haben und das einmal deutlich zum Ausdruck bringen möchten.

Wenn man erst einmal angefangen hat, die Briefe zu lesen, möchte man mehr über die Personen hinter den Zeilen wissen. Denn für einen kleinen Moment hat man mit ihnen empfunden und hofft, dass die Geschichte, die sie beim Verfassen der Zeilen erlebt haben, ein Happy End gefunden hat.



Fazit:

Ich wollte nur, dass du noch weißt enthält kurze Botschaften und Briefe, die vielleicht auch mal zwei Buchseiten füllen. Manchmal ist es nur ein Satz, der gesagt werden musste.
Kleine Schicksale“ werden hier an den Leser gebracht. Eine Kombination von Liebe, Trauer, Freude, Leid und Schmerz. Die Briefe sind zumindest zum Teil stark und überzeugend.
Die ansprechende Aufmachung des Buchs - kräftig farbige, witzige Illustrationen, ein liebevolles, doch nirgends effekthascherisches Layout und die gut gewählten Schriftbilder machen dieses Buch zudem zu einem wundervollen Geschenk.



Buchzitate:

Wir haben den Ring in deinem Schreibtisch gefunden. Ich hätte ja gesagt.



Kurzgefasst:


Gefühle:






Optische Aufmachung:






Inhalt:






Im Gesamtpaket:


Dienstag, 16. Mai 2017

Nachgefragt - Interview mit Audible

Hallo ihr Lieben,

hört ihr gerne Hörbücher? Ja?!
Ich nicht.
So oder so ähnlich hätte ich euch vor einigen Monaten noch auf diese Frage geantwortet. Ständig bin ich beim Zuhören eingeschlafen und auch oft gedanklich abgedriftet.

Das ist nun nicht mehr unbedingt so. Denn vor geraumer Zeit habe ich mein erstes Jugendhörbuch von der Plattform Audible geladen. Ich habe mich bewusst vorher mit der Hörprobe auseinandergesetzt, um die Stimme des Sprechers zu testen. Das war eine sehr gute Entscheidung, wie sich herausgestellte. Denn plötzlich lauschte ich voller Spannung der Geschichte. Ich schlief nicht ein, sondern wollte wissen, wie es weitergeht.

Durch diese neu entdeckte Begeisterung für Hörbücher, wurde ich neugierig. Ich habe angefangen mir Fragen zu stellen und ich kam auf die Idee auch mal ein wenig hinter die Kulissen von Audible zu blicken. Mein Wunsch war es mehr über Hörbücher zu erfahren und vielleicht auch euch, meine Leser, ein wenig mit dem Thema Hörbücher vertraut zu machen.

Folglich überlegte ich mir einige Fragen und schrieb die Plattform mit der Bitte um ein Interview an.
Hendrik, der den Blog von Audible betreut, erklärte sich bereit mir bei diesem Artikel zur Seite zu stehen. Herausgekommen ist ein wundervolles Interview, unterlegt, mit vielen informativen Links zu weiterführenden Artikeln, welches ich euch heute gerne präsentieren möchte:


Interview Audible & Der Duft von Büchern und Kaffee



Gesprächspartner: Hendrik Gerstung, der bei Audible unter anderem den Hörbücher-Blog verantwortet

Die Rechte für Bilder unterliegen der Plattform Audible
Hendrik, magst du mir und meinen Lesern einmal in wenigen Worten die Plattform Audible vorstellen? Wie viele Mitarbeiter beschäftigt das Unternehmen? Wie ist die Idee zu einer Hörbuchplattform entstanden? Seit wann existiert die Plattform schon? Vielleicht kannst du auch einen kurzen Einblick in die Entstehungsgeschichte geben?



Sehr gerne, vielen Dank für dein Interesse an Audible. Audible wurde 1995 von Don Katz in den USA gegründet. Don Katz, der noch immer als CEO unser Medienunternehmen weltweit leitet, ist selbst Buchautor und Journalist und suchte nach einem Weg, die besten Geschichten auch dann zu „lesen“, wenn die Hände und Augen beschäftigt sind, etwa beim Autofahren. Daraus und vor dem Hintergrund der langen Tradition des Geschichtenerzählens sowie des Hörbuchs – die ersten Hörbücher produzierte Edison im 19. Jahrhundert – entstand die Idee. Und Don erfand 1997 gleich noch den ersten mobilen mp3-Player, da befanden wir uns noch in der Zeit vor dem iPod. Mittlerweile gibt es Audible in sieben Ländern. Weltweit engagieren sich mehr als 1000 Mitarbeiter dafür, noch mehr Menschen von der Kraft des gesprochenen Wortes zu begeistern. Die Audible GmbH mit Sitz in Berlin wurde 2004 gegründet – damals gemeinsam mit den traditionsreichen Verlagshäusern Holtzbrinck, Bertelsmann und Lübbe. Wir sind eine 100-prozentige Tochter von Audible Inc. mit Sitz in Newark, New Jersey, die wiederum seit 2008 zur Amazon-Gruppe gehört. Unser Team in Berlin besteht aus über 100 Kolleginnen und Kollegen, die sich um unser Angebot in Deutschland, Frankreich und Italien kümmern.


Wie viele Hörbücher präsentiert die Plattform Audible?



Unser weltweiter Online-Katalog bietet mehr als 350.000 Titeln, davon sind über 200.000 Hörbücher und Hörspiele auch in Deutschland verfügbar. Toll ist, dass man auch als Audible-Hörer in Deutschland die Auswahl aus verschiedenen Sprachen hat. Man kann viele Hörbücher im englischen Original herunterladen, über 38.000 Titel auf Deutsch hören oder sich an griechischen, russischen oder japanischen Werken versuchen. In den vergangenen Jahren haben wir auch die Anzahl unserer Audible-Eigenproduktionen erhöht und gehören mittlerweile zu den großen Hörbuch- und Hörspielproduzenten in Deutschland. Für einige unserer Produktionen haben wir bereits Auszeichnungen erhalten, wie zum Beispiel eine Goldene Schallplatte und den Publikumspreis HörKules für „Passagier 23“ von Sebastian Fitzek, gelesen von Simon Jäger.





Siehst du Audible in Konkurrenz zum normalen Buchhandel oder glaubst du, dass ihr zusätzliche Leser akquiriert?



Eines der spannendsten Ergebnisse unseres „Audible Hörkompass“, einer Studie zur Hörkultur in Deutschland, war, dass Hörbuchfans auch Leseratten sind – oder umgekehrt: Wer Hörbücher hört, liest auch mehr als Nichthörer. Diese Kombination aus Buch und Hörbuch zeigt: Wer Geschichten liebt, genießt sie über verschiedene Wege. Audible ist also der richtige Ansprechpartner für all jene, die mehr Geschichten im Jahr erleben möchten, indem sie zum Beispiel hören, wenn sie nicht lesen können (etwa beim Autofahren). Und es gibt mittlerweile einige Hörbücher, bei denen sich die Verkäufe auf Augenhöhe mit den Buchverkäufen bewegen – „Geister“ von Nathan Hill, gelesen von Uve Teschner ist das aktuellste Beispiel für diese Entwicklung – so dass sich deine These, dass Audible zusätzliche „Leser“ akquiriert, hier bestätigt.

Die Rechte für Bilder unterliegen der Plattform Audible

Was spricht aus deiner Sicht für das Medium Hörbuch?



Eine Geschichte zu hören ist eine ganz andere Erfahrung als eine Geschichte nur zu lesen. Man erlebt sie intensiver, weil großartige Stimmen es schaffen, mir als Hörer Handlung und Charaktere noch näher zu bringen. Wenn dann noch weitere Sprecher, zur Story passende Geräusche oder ein Soundtrack ergänzt werden, wir also über Hörspielinszenierungen reden, sind wir in einer ganz neuen Kategorie. Wer sich schon einmal eine Geschichte von Topsprechern wie David Nathan, Simon Jäger oder Luise Helm hat vorlesen lassen, der weiß genau, was ich meine. Hinzu kommt ein ganz pragmatischer Vorteil: Ich schaffe einfach mehr Geschichten und habe diese immer auf dem Smartphone dabei – da werden selbst Wartezeiten angenehmer. Das finde übrigens nicht nur ich: In unserem „Audible Hörkompass“ bestätigten 80 Prozent der regelmäßigen Hörbuchhörer, dass sie das Gefühl haben, dank Hörbüchern ihre Zeit besser zu nutzen. Dies sind einige der beliebtesten Situationen, in denen die Deutschen hören: 68 Prozent lauschen auf Reisen im Flugzeug, in der Bahn oder im Auto. 48 Prozent lassen sich während der Hausarbeit vorlesen, beim Bügeln, Kochen oder Putzen. Das sind also die Argumente, die für Audio sprechen und meiner Meinung nach auch die Gründe, warum wir derzeit eine Wiedergeburt des Geschichtenerzählens und –erlebens im digitalen Zeitalter sehen. Immer mehr Menschen lassen sich von fantastischen Geschichten, erzählt von großartigen Stimmen in ihrem Alltag begleiten. Das merken wir ganz stark an unseren Downloadzahlen, die wir in den vergangenen drei Jahren verdoppeln konnten.
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Orientiert sich euer Angebot an den Verkaufszahlen im normalen Buchhandel oder gibt es unabhängige Hörbuchtrends?



Tatsächlich finden sich die Titel der üblichen Buchbestsellerlisten auch in unseren Downloadcharts auf den Spitzenplätzen. Es gibt aber immer wieder Ausreißer im positiven Sinn, insbesondere das Fantasy-Genre ist bei uns im Vergleich zur Buchversion etwas beliebter. Ganz unabhängig vom Buch sind Hörspiele zu betrachten, die bei uns immer wieder ganz oben in den Audible-Downloadcharts landen. Ein tolles Beispiel ist „Monster 1983“: Dieses Hörspiel hat Autor Ivar Leon Menger exklusiv als Audible Originals geschrieben, es gibt also gar keine Buchvorlage. Im Oktober erscheint bereits die dritte Staffel des Mystery-Thrillers, vor kurzem wurde die zweite Staffel als „Hörspiel des Jahres 2016“ ausgezeichnet und bei den Fans gilt „Monster 1983“ bereits als Kult-Hörspiel. Ein großartiges Skript, eine aufwändige Produktion mit fantastischem Cast – die Créme de la Créme der deutschen Sprecher spielt mit – und tollem atmosphärischem Sounddesign sind hier die Bestandteile des Erfolgsrezeptes. Dass „Monster 1983“ in drei Staffeln mit jeweils zehn einstündigen Folgen erscheint, kann man zudem als Beleg dafür sehen, dass der Serientrend aus dem TV- und Streamingbereich nun auch das Audio-Entertainment erfasst hat. 
 
Die Rechte für Bilder unterliegen der Plattform Audible

Wie kann man Hörbuchsprecher werden? Welche Qualifikationen muss man für diesen Beruf mitbringen? Wie stehen die derzeitigen Stellenchancen?



Es ist sicher kein Zufall, dass sich unter den besten Hörbuchsprechern vor allem solche wiederfinden, die auch eine Schauspielausbildung genossen haben. Auch ein professionelles Sprechtraining ist unabdingbar, selbst wenn man schon viel Talent mitbringt. Wir haben uns diesem Thema auf unserem Hörbücher-Blog mit einer dreiteiligen Artikelserie gewidmet, die ich jedem ans Herz legen kann, der sich dafür interessiert, Sprecher zu werden. Manchmal bieten wir aber auch Chancen für Quereinsteiger: Erst vergangene Woche gab es ein Gewinnspiel, bei der man eine Mini-Rolle in unserem Hörspiel „Ghostsitter“ gewinnen konnte, in dem Christoph Maria Herbst die Hauptrolle spielt. Ich kann jetzt schon verraten, dass wir so etwas bald wieder machen – also haltet die Augen und Ohren offen.





Kommt es häufiger vor, dass Vorlagen für die Hörbuchadaption gekürzt werden? Warum wird ein Buch gekürzt und in welchem Maße?



Bei uns nicht, unsere Audible-Eigenproduktionen sind ausschließlich ungekürzt. Die Frage ist ja, warum Hörbuchadaptionen überhaupt gekürzt werden. Die Antwort ist ganz einfach: Weil die Speicherkapazitäten von CDs begrenzt sind. Dies gilt aber natürlich nicht für digitale Hörbücher und Hörspiele, die wir bei Audible anbieten, deswegen nehmen wir dem Autor nichts von seiner Geschichte weg und bieten die Hörbücher ungekürzt an. Da sind dann auch Produktionen von fast 49 Stunden dabei – wie zum Beispiel „Die Säulen der Erde“ von Ken Follett, gelesen von Tobias Kluckert – aber wir wissen, dass die Fans sich dies wünschen, weil sie die ganze Geschichte ihres Lieblingsautors erleben möchten. Unser Angebot an ungekürzten Hörbüchern und Hörspielen ist mit Sicherheit eines der Hauptgründe für das beeindruckende Wachstum, das wir in den vergangenen Jahren erlebt haben. 2016 wurden 133 Millionen digitale Hörstunden bei audible.de heruntergeladen.





Welche einzelnen Schritte durchläuft ein Hörbuch in Stichworten von der Idee bis zum Verkauf?



Wir suchen stetig nach den besten Geschichten, um sie unseren Hörern anbieten zu können. Wenn uns ein Titel auffällt, lesen wir den Text und besprechen intern, ob die Geschichte in unser Programm passt: Welches Genre ist das, wie ist die Zielgruppe? Natürlich helfen uns zur Einschätzung auch die Verkaufszahlen der Buch- oder vielleicht sogar Hörbuchversion aus anderen Ländern, wenn der Titel dort bereits erschienen ist. Sind wir überzeugt, verhandeln wir mit den Rechteinhabern. Ist dies erfolgreich, bereiten wir die Produktion vor: Welcher Sprecher eignet sich für diese Geschichte besonders? Ein Mann oder eine Frau? Welches Alter, eher eine helle oder tiefe Stimme? Wir arbeiten mit mehr als 300 Sprechern in Deutschland zusammen, mit vielen bereits seit Jahren und mein Kollege Marcus hat für jede Geschichte, jedes Genre gleich mehrere passende Sprecher im Kopf. Dann geht´s an die Terminplanung mit Studio und Sprecher sowie an die Vorbereitung der Aufnahme, zum Beispiel formatieren wir das Skript oder klären, wie gewisse Namen ausgesprochen werden sollen. Die Aufnahme selbst dauert mehrere Tage, je nach Länge des Hörbuchs. Bei aufwändigen Hörspielproduktionen sind wir auch mehrere Wochen im Studio, etwa für unsere dreiteilige Reihe „Robin“ mit insgesamt mehr als 42 Stunden Spielzeit und über 200 Sprecherrollen. Manche Sprecher schaffen drei Stunden Vorlesen am Tag, andere bis zu sechs – das hängt nicht nur vom Sprecher, sondern natürlich auch vom Text ab; gerade bei sehr brutalen Horrorgeschichten und einer sehr intensiven Vorleseerfahrung möchte man vielleicht mal etwas früher Feierabend machen. Sind die Aufnahmen mit dem Sprecher fertig, beginnt die so genannte Postproduktion: Schnitt, Mastering, finales Abhören, am Ende steht auch noch einmal eine Qualitätskontrolle bei uns im Haus. Wer einmal bei Aufnahmen live dabei war, ist immer beeindruckt, wie fehlerfrei und mit wenig Anläufen die Profisprecher lesen und wie schnell und mit wenigen Klicks die Aufnahmeleitung quasi in Echtzeit rausschneidet, wenn der Sprecher sich mal räuspern muss oder sich doch ausnahmsweise Mal verspricht. Wenn wir mit der Aufnahme zufrieden sind, bereitet ein eigenes Team bei uns das Hörbuch für den Download vor: Cover und Audiodatei hochladen auf audible.de und alle wichtigen Metadaten einpflegen, z.B. Sprecher, Autor, Laufzeit, Inhaltsangabe, Genre. Erst dann ist das Hörbuch bereit, um heruntergeladen und von möglichst vielen begeistert gehört zu werden.





Welche Bücher werden als Hörbücher eingesprochen? Gibt es hierfür Voraussetzungen oder kann prinzipiell jedes Buch vertont werden?



Wie bereits erwähnt achten wir darauf, dass wir vor allem ungekürzte Produktionen anbieten, fast drei Viertel unseres deutschsprachigen Online-Katalogs sind ungekürzt. Prinzipiell kann natürlich jedes Buch vertont werden, bei Sachbüchern mit Grafiken, Illustrationen oder Statistiktabellen stößt aber selbst der beste Sprecher an seine Grenzen und es wird für die Hörer anstrengend zu folgen. Comics lassen sich naturgemäß auch nur schwer vertonen, wenngleich die Geschichten oft so gut sind, dass es sich trotzdem lohnt, sie zu erzählen – deswegen haben wir zum Beispiel den Horrorcomic „Locke & Key“ als Hörspiel inszeniert. In Asien sind Comic und Mangas beliebter als bei uns in Europa, bei unseren japanischen Audible-Kollegen laufen solche Inhalte darum noch besser. Aber unabhängig, in welchem der sieben „Audible-Länder“ wir uns befinden: Wichtig ist für uns bei Audible, dass eine Geschichte unsere Hörer fesselt, begeistert, inspiriert. Richtig gute Sprecher schaffen das selbst bei eigentlich langweiligen Texten: Ein Hörbuch zum Bürgerlichen Gesetzbuch oder ein Hörbuch zur Straßenverkehrsordnung kann man sich eigentlich nicht vorstellen, aber was Christoph Maria Herbst daraus gemacht hat, lohnt sich definitiv zu hören!





Gibt es Vorgaben, an die man sich als Hörbuchsprecher halten muss? Oder erhält der Sprecher auch freie Hand (wenn es zum Beispiel um das Verstellen der Stimme geht)?



Wir arbeiten mit den besten deutschen Sprechern zusammen. Und international mit Hollywood-Stars wie Scarlett Johansson, die exklusiv für Audible „Alice im Wunderland“ eingelesen hat oder Eddie Redmayne, der nicht nur die Hauptrolle im Kinofilm „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ spielt, sondern für uns auch das Hörbuch interpretiert hat. Für die deutsche Fassung von „Phantastische Tierwesen…“ konnten wir dann übrigens Eddies deutsche Synchronstimme Timmo Niesner gewinnen. Die wissen natürlich genau, was sie machen, da ist unser Vertrauen enorm. Das sind alles Profis, die ein sehr feines Gespür dafür haben, welcher Tonfall der Geschichte oder dem jeweiligen Charakter angemessen ist. Dies entscheiden sie gemeinsam mit den Produzenten/Regisseuren im Tonstudio. Oft haben Sprecher und Autor auch direkt Kontakt und sprechen sich ab. Wir versuchen ja, für unterschiedliche Hörbücher eines Autors den gleichen Sprecher zu verwenden, so dass sich auch zwischen den beiden eine besondere Beziehung entwickelt. Ein schönes Beispiel ist Simon Jäger, der nun seit mehr als zehn Jahren die Thriller von Sebastian Fitzek liest. Wie gut die beiden harmonieren, sieht man auch in einem gemeinsamen Videointerview, was sie uns gegeben haben.





Wie viele Leute arbeiten an der Gestaltung eines Hörbuchs mit?



Danke für die Frage und die damit verbundene Gelegenheit, einmal das Team hinter einem Hörbuch zu würdigen. Natürlich spielen Autor und Sprecher eine ganz besondere Rolle, aber damit ein Hörbuch ein Bestseller in unseren Audible-Downloadcharts wird, geben auch viele andere ihr Bestes: Texte akquirieren und formatieren, Sprecher auswählen und buchen, Studiodisposition planen, es gibt bereits im Vorfeld so viel zu tun. Im Studio dann engagieren sich Sprecher, Regisseur, Tontechniker. Anschließend kommt das erwähnte Team dazu, das den Titel auf audible.de stellt sowie meine geschätzten Marketing-Kollegen, die dafür sorgen, dass jeder (potenzielle) Hörer weiß, wenn ein neues Hörbuch seines Lieblingsautors oder ein echter Geheimtipp auf audible.de erschienen ist.





Die Stimme eines Hörbuchsprechers muss den Konsumenten ansprechen. Was macht Ihrer Meinung nach eine gute Vorleserstimme aus? Gibt es vielleicht sogar eine Stimme, der sie ganz besonders gerne lauschen?



Letztlich muss die Stimme zur Geschichte passen. Für einen Liebesroman möchte man vielleicht einen anderen Vorleser als für einen spannenden Krimi. Die besten Sprecher sind so variantenreich in ihrer Stimme, dass sie den unterschiedlichen Charakteren einer Geschichte einen ganz eigenen und individuellen Klang geben können und man so der Handlung besser folgen kann. Ich bin immer wieder beeindruckt, wie die Sprecher es schaffen, nur durch ihre Stimme und Betonungen Bilder entstehen zu lassen. Und am Ende ist meiner Meinung nach auch immer ein wenig Magie im Spiel. Diese kleine Besonderheit, die man nicht erklären kann, sondern erleben muss. Zuletzt hatte ich dieses Erlebnis beim Hörbuchbestseller „Geister“ von Nathan Hill, gelesen von Uve Teschner. Hört doch mal in unsere Hörprobe rein – die verdeutlicht ziemlich gut, was ich hier mühsam zu beschreiben versuchte.





Lieber Hendrik, ich danke dir herzlich für die ausführlichen Antworten. Dieses Interview zeigt, wie viel Arbeit hinter einem Hörbuch steckt und dass nichts dem Zufall überlassen wird.

Ich wünsche dir und deinem Team weiterhin alles Gute und viele wunderschöne neue Geschichten zum Hören und Lesen :o)




Was ist mit euch? Hört ihr gelegentlich Hörbücher? Was macht für euch ein gutes Hörbuch aus?


Sonntag, 14. Mai 2017

Durchgelesen

Rezension zu Das Päckchen von J. Vellguth


Verlag: Selfpublisher; kaufen z.B. bei Amazon
Seitenzahl: 336
Format: Ebook
Preis: 3,99 Euro
ISBN: 978-1545346211
Abgeschlossene Erzählung
Homepage der Autorin: http://www.jvellguth.de/book/das-paeckchen/









Inhalt:

Tagsüber arbeitet Emma in einer Bücherei, in ihrer Freizeit betreibt sie ihren kleinen Buchblog, dem gerade einmal ein paar Freundinnen folgen. Ihr Leben ist perfekt und eigentlich ganz normal. Bis zu dem einen Tag, an dem sie vor der verschlossenen Tür zur Bücherei steht. Ein Blick durchs Fenster verrät einen Wasserschaden. All die schönen Bücher scheinen vernichtet. Der Chef kündigt an: Die Bücherei wird vielleicht nie wieder geöffnet werden.

Emma entwickelt einen Plan: Eine Spendenaktion muss her, um die Bücherei zu retten. Über einen Hangout bespricht sie ihre Idee mit den Freundinnen und einem „anonymen Besucher“. Wenige Tage später erwartet das Mädchen eine Überraschung: Vor ihrer Tür steht ein großes Päckchen und bald erreicht Emma auch eine Botschaft dazu: Jeden Samstag soll sie ein Unpacking auf ihrem Blog starten und den Inhalt an Spender verlosen, dann wird es am Ende eine große Überraschung geben.



Schreibstil:

Als Emma nach dem ersten Schock, dass ihre Bibliothek Opfer eines Wasserschadens geworden ist, einen Hangout zur Lagebesprechung mit ihren Freundinnen startet, ahnt sie noch nicht, dass sich ein heimlicher Fan im Chat befindet.
Erst einige Tage später findet sie ein Paket im Hausflur vor. Kurz darauf erfährt sie in einem Gespräch, dass es sich bei dem Spender um einen Mann namens Lukas handelt. Lukas möchte Emmas Blogaktion unterstützen. Das Päckchen besteht aus vielen kleinen Geschenken, die nach und nach von Emma in einem Videochat vor ihren Zuschauern ausgepackt werden sollen. Der Inhalt darf im Anschluss an diejenigen verlost werden, die sich mit einer Spende zum Wiederaufbau der Bücherei beteiligt haben.

Immer wieder treten Emma und Lukas über den Videochat in Kontakt, um das nächste Video zu besprechen. Nach und nach werden die Gespräche persönlicher. Doch Lukas ist ein sehr zurückhaltender Mensch und hält sich eher bedeckt. Auch sein Gesicht möchte er um keinen Preis zeigen.

J. Vellguth schafft auch mit „Das Päckchen“ wieder einen locker-leichten Liebesroman. Die Seiten fliegen beim Lesen nur so dahin. Spannung zieht die Geschichte anfänglich aus der Frage, was für ein Typ dieser geheimnisvolle Lukas ist, der sich kaum aus dem Haus traut. Schnell jedoch war für mich klar, in welche Richtung der Plot in etwa verlaufen wird.

Besonders gut konnte ich mich mit der Vloggerin Emma identifizieren, eben, weil ich selbst einen Buchblog betreibe. Die Leidenschaft und die Liebe zu dem Hobby Bücher wird in dieser Geschichte sehr schön ins Licht gesetzt. Emma würde alles tun, um die Bücherei weiterhin für die Leser ihres Ortes zu erhalten. Ein schöner Nebeneffekt ist es, dass sie die geplante Spendenaktion gemeinsam mit ihren Vlogzuschauern in Angriff nehmen kann. Das Auspacken der Geschenke vor der Kamera und die Freude über den Inhalt sind ansteckend. Auch ich war so neugierig, was Emma wohl als nächstes aus dem großen Paket hervorzaubern würde.



Fazit:

Das Päckchen ist ein locker-leichter Liebesroman, der von der ersten bis zur letzten Seite Spaß macht. Dass die Handlung in einigen Punkten vorhersehbar ist, schadet der Geschichte nicht. Leidenschaftliche Blogger,Vlogger und Buchliebhaber werden vermutlich sehr schnell in dieses Buch abtauchen und gar nicht merken wie schnell die Seiten dahinfliegen.

Von mir gibt es hier eine volle Fünf-Sterne-Bewertung.



Buchzitat:

Aber irgendwo dahinter, zwischen den Zeilen, da vibriert immer die Seele des Autors, schwingt mit den Buchstaben mit und bringt die Ideen hinter den Texten zum Leuchten.




Kurzgefasst:

Spannung/Action:






Liebe:






Charaktere:






Handlungsstrang:






Schreibstil:






Im Gesamtpaket:







Ich danke der Autorin für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Mädelsabend Ankündigung



Hallöchen liebe Leser/innen,

der nächste Mädelsabend steht wieder vor der Tür und gemeinsam mit euch wollen wir ein paar schöne Stunden verbringen. Ob wir nun zum Lesen kommen, über unsere Bücher quatschen oder uns gegenseitig erzählen, wie viel Lust wir auf den Snack des jeweils anderen hätten, auf alle Fälle werden wir viel Spaß haben. 

Am 20.05.17 um 18 Uhr soll es losgehen.


Leni und ich werden auch das Buch lesen, das ihr beim SuB-Voting für uns ausgesucht habt. Bis zum Mädelsabend könnt ihr übrigens noch mitvoten. Wir beide haben euch drei SuB-Bücher vorgestellt, die wir nun endlich von ihrem SuB-Dasein erlösen wollen. 

Ihr wart noch nie beim Mädelsabend dabei und habt noch Fragen?
Einen kurzen Einblick könnt ihr bereits auf unserer Infoseite bekommen. Gerne könnt ihr uns auch eure Fragen in den Kommentaren stellen.

Ganz liebe Grüße

Leni & Tanja

Freitag, 12. Mai 2017

Und was gibts dazu

Das Päckchen und dazu Granatapfel-Orangen-Eistee


Als die örtliche Bücherei wegen eines Wasserschadens ihre Türen schließen muss, steht für Emma fest, dass sie etwas unternehmen muss. Gemeinsam mit ihrer Freundin fasst sie den Plan eine Spendenaktion ins Leben zu rufen. Kurzerhand startet sie einen Hangout mit wenigen Freunden und einem anonymen Gast, um die Lage zu besprechen. Gestrickte Lesezeichen sollen für die Aktion gefertigt werden.

Als Emma wenige Tage später heim kommt, findet sie vor der Tür ein Paket voller kleiner Päckchen vor. Die Botschaft lautet, dass Emma an einem Tag in der Woche jeweils eines der Geschenke aus dem Inneren des Kartons nehmen, in ihren Vlog-Videos auspacken und dann an einen der Spender verschenken darf. Am Ende erwartet sie eine große Überraschung.

Bald schon outet sich via Internet der Versender des Pakets. Er verrät seinen Namen, möchte jedoch ansonsten nicht viel von sich preisgeben. Emmas Neugierde ist geweckt. Sie lässt sich – trotz anfänglicher Bedenken - auf dieses Spiel ein. Um das Misstrauen etwas abzubauen, darf sie ein Probepäckchen öffnen.

Lukas gibt zuvor einen Hinweis: „Es ist etwas, dass du jeden Tag brauchen kannst. Und es ist zum Teil golden.“

Ich habe natürlich bei diesem Satz gemeinsam mit Emma gerätselt.

Habt ihr eine Idee, was sich in dem ersten Paket wohl befand? 
Verratet mir doch eure Ideen in den Kommentaren.



Nach und nach kommen sich Lukas und Emma über die Päckchen-Aktion näher. Lukas traut sich an die frische Luft zu gehen und Emma schlägt als gemeinsames Event einen Hangout-Leseabend vor.

Dazu macht sie es sich schön bequem. Ein gutes Buch, ein leckerer Eistee und einige Snacks werden neben dem mit Kissen ausgestatteten Platz parat gelegt.

Damit auch ihr viel Freude an dieser locker-leichten und romantischen Geschichte von Jaqueline Vellguth verspürt, möchte ich euch heute ein schönes Eisteerezept verraten.


Was braucht man dafür?

½ Granatapfel
1 Orange
1 Beutel grüner Tee
1 EL Agavendicksaft
Eiswürfel

ggf. etwas Deko
(z.B. eine Kumquat und ein Stängel Pfefferminze)



Was mache ich jetzt damit?

Fülle eine Tasse mit heißem Wasser auf und lasse den Grüntee für drei Minuten darin ziehen. Anschließend gibst du den Agavendicksaft hinein und verrührst ihn mit dem Tee. Danach: Abkühlen lassen.

Presse den Saft aus der Orange und aus dem Granatapfel durch eine Saftpresse und fülle ihn danach in ein großes Glas. Nun den abgekühlten Tee hinzugeben und den Rest mit stillem Wasser auffüllen.

Eiswürfel hineingeben, ggf. etwas dekorieren und zum Buch servieren :o)


Meine Frage an euch zur kulinarischen Begleitung:
Bereitet ihr auch öfters selbst Limonade oder Eistee zu?
 Mögt ihr mir vielleicht auch euer Lieblingsrezept verraten?


Meine Frage an euch zum Buch:
Die Autorin hat zum Auftakt ihres Buches eine Päckchenparty auf Facebook gestartet. Hier hat sie unter anderem ihre Leser gefragt, wie sie ihr Paket gerne auspacken. Ich fand die Frage sehr interessant und würde sie gerne an dieser Stelle noch einmal an euch weitergeben:
Seit ihr eher der „Genießertyp“ beim Auspacken oder kann es für euch gar nicht schnell genug gehen, bis der Inhalt freigelegt ist?