Dienstag, 16. Mai 2017

Nachgefragt - Interview mit Audible

Hallo ihr Lieben,

hört ihr gerne Hörbücher? Ja?!
Ich nicht.
So oder so ähnlich hätte ich euch vor einigen Monaten noch auf diese Frage geantwortet. Ständig bin ich beim Zuhören eingeschlafen und auch oft gedanklich abgedriftet.

Das ist nun nicht mehr unbedingt so. Denn vor geraumer Zeit habe ich mein erstes Jugendhörbuch von der Plattform Audible geladen. Ich habe mich bewusst vorher mit der Hörprobe auseinandergesetzt, um die Stimme des Sprechers zu testen. Das war eine sehr gute Entscheidung, wie sich herausgestellte. Denn plötzlich lauschte ich voller Spannung der Geschichte. Ich schlief nicht ein, sondern wollte wissen, wie es weitergeht.

Durch diese neu entdeckte Begeisterung für Hörbücher, wurde ich neugierig. Ich habe angefangen mir Fragen zu stellen und ich kam auf die Idee auch mal ein wenig hinter die Kulissen von Audible zu blicken. Mein Wunsch war es mehr über Hörbücher zu erfahren und vielleicht auch euch, meine Leser, ein wenig mit dem Thema Hörbücher vertraut zu machen.

Folglich überlegte ich mir einige Fragen und schrieb die Plattform mit der Bitte um ein Interview an.
Hendrik, der den Blog von Audible betreut, erklärte sich bereit mir bei diesem Artikel zur Seite zu stehen. Herausgekommen ist ein wundervolles Interview, unterlegt, mit vielen informativen Links zu weiterführenden Artikeln, welches ich euch heute gerne präsentieren möchte:


Interview Audible & Der Duft von Büchern und Kaffee



Gesprächspartner: Hendrik Gerstung, der bei Audible unter anderem den Hörbücher-Blog verantwortet

Die Rechte für Bilder unterliegen der Plattform Audible
Hendrik, magst du mir und meinen Lesern einmal in wenigen Worten die Plattform Audible vorstellen? Wie viele Mitarbeiter beschäftigt das Unternehmen? Wie ist die Idee zu einer Hörbuchplattform entstanden? Seit wann existiert die Plattform schon? Vielleicht kannst du auch einen kurzen Einblick in die Entstehungsgeschichte geben?



Sehr gerne, vielen Dank für dein Interesse an Audible. Audible wurde 1995 von Don Katz in den USA gegründet. Don Katz, der noch immer als CEO unser Medienunternehmen weltweit leitet, ist selbst Buchautor und Journalist und suchte nach einem Weg, die besten Geschichten auch dann zu „lesen“, wenn die Hände und Augen beschäftigt sind, etwa beim Autofahren. Daraus und vor dem Hintergrund der langen Tradition des Geschichtenerzählens sowie des Hörbuchs – die ersten Hörbücher produzierte Edison im 19. Jahrhundert – entstand die Idee. Und Don erfand 1997 gleich noch den ersten mobilen mp3-Player, da befanden wir uns noch in der Zeit vor dem iPod. Mittlerweile gibt es Audible in sieben Ländern. Weltweit engagieren sich mehr als 1000 Mitarbeiter dafür, noch mehr Menschen von der Kraft des gesprochenen Wortes zu begeistern. Die Audible GmbH mit Sitz in Berlin wurde 2004 gegründet – damals gemeinsam mit den traditionsreichen Verlagshäusern Holtzbrinck, Bertelsmann und Lübbe. Wir sind eine 100-prozentige Tochter von Audible Inc. mit Sitz in Newark, New Jersey, die wiederum seit 2008 zur Amazon-Gruppe gehört. Unser Team in Berlin besteht aus über 100 Kolleginnen und Kollegen, die sich um unser Angebot in Deutschland, Frankreich und Italien kümmern.


Wie viele Hörbücher präsentiert die Plattform Audible?



Unser weltweiter Online-Katalog bietet mehr als 350.000 Titeln, davon sind über 200.000 Hörbücher und Hörspiele auch in Deutschland verfügbar. Toll ist, dass man auch als Audible-Hörer in Deutschland die Auswahl aus verschiedenen Sprachen hat. Man kann viele Hörbücher im englischen Original herunterladen, über 38.000 Titel auf Deutsch hören oder sich an griechischen, russischen oder japanischen Werken versuchen. In den vergangenen Jahren haben wir auch die Anzahl unserer Audible-Eigenproduktionen erhöht und gehören mittlerweile zu den großen Hörbuch- und Hörspielproduzenten in Deutschland. Für einige unserer Produktionen haben wir bereits Auszeichnungen erhalten, wie zum Beispiel eine Goldene Schallplatte und den Publikumspreis HörKules für „Passagier 23“ von Sebastian Fitzek, gelesen von Simon Jäger.





Siehst du Audible in Konkurrenz zum normalen Buchhandel oder glaubst du, dass ihr zusätzliche Leser akquiriert?



Eines der spannendsten Ergebnisse unseres „Audible Hörkompass“, einer Studie zur Hörkultur in Deutschland, war, dass Hörbuchfans auch Leseratten sind – oder umgekehrt: Wer Hörbücher hört, liest auch mehr als Nichthörer. Diese Kombination aus Buch und Hörbuch zeigt: Wer Geschichten liebt, genießt sie über verschiedene Wege. Audible ist also der richtige Ansprechpartner für all jene, die mehr Geschichten im Jahr erleben möchten, indem sie zum Beispiel hören, wenn sie nicht lesen können (etwa beim Autofahren). Und es gibt mittlerweile einige Hörbücher, bei denen sich die Verkäufe auf Augenhöhe mit den Buchverkäufen bewegen – „Geister“ von Nathan Hill, gelesen von Uve Teschner ist das aktuellste Beispiel für diese Entwicklung – so dass sich deine These, dass Audible zusätzliche „Leser“ akquiriert, hier bestätigt.

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Was spricht aus deiner Sicht für das Medium Hörbuch?



Eine Geschichte zu hören ist eine ganz andere Erfahrung als eine Geschichte nur zu lesen. Man erlebt sie intensiver, weil großartige Stimmen es schaffen, mir als Hörer Handlung und Charaktere noch näher zu bringen. Wenn dann noch weitere Sprecher, zur Story passende Geräusche oder ein Soundtrack ergänzt werden, wir also über Hörspielinszenierungen reden, sind wir in einer ganz neuen Kategorie. Wer sich schon einmal eine Geschichte von Topsprechern wie David Nathan, Simon Jäger oder Luise Helm hat vorlesen lassen, der weiß genau, was ich meine. Hinzu kommt ein ganz pragmatischer Vorteil: Ich schaffe einfach mehr Geschichten und habe diese immer auf dem Smartphone dabei – da werden selbst Wartezeiten angenehmer. Das finde übrigens nicht nur ich: In unserem „Audible Hörkompass“ bestätigten 80 Prozent der regelmäßigen Hörbuchhörer, dass sie das Gefühl haben, dank Hörbüchern ihre Zeit besser zu nutzen. Dies sind einige der beliebtesten Situationen, in denen die Deutschen hören: 68 Prozent lauschen auf Reisen im Flugzeug, in der Bahn oder im Auto. 48 Prozent lassen sich während der Hausarbeit vorlesen, beim Bügeln, Kochen oder Putzen. Das sind also die Argumente, die für Audio sprechen und meiner Meinung nach auch die Gründe, warum wir derzeit eine Wiedergeburt des Geschichtenerzählens und –erlebens im digitalen Zeitalter sehen. Immer mehr Menschen lassen sich von fantastischen Geschichten, erzählt von großartigen Stimmen in ihrem Alltag begleiten. Das merken wir ganz stark an unseren Downloadzahlen, die wir in den vergangenen drei Jahren verdoppeln konnten.
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Orientiert sich euer Angebot an den Verkaufszahlen im normalen Buchhandel oder gibt es unabhängige Hörbuchtrends?



Tatsächlich finden sich die Titel der üblichen Buchbestsellerlisten auch in unseren Downloadcharts auf den Spitzenplätzen. Es gibt aber immer wieder Ausreißer im positiven Sinn, insbesondere das Fantasy-Genre ist bei uns im Vergleich zur Buchversion etwas beliebter. Ganz unabhängig vom Buch sind Hörspiele zu betrachten, die bei uns immer wieder ganz oben in den Audible-Downloadcharts landen. Ein tolles Beispiel ist „Monster 1983“: Dieses Hörspiel hat Autor Ivar Leon Menger exklusiv als Audible Originals geschrieben, es gibt also gar keine Buchvorlage. Im Oktober erscheint bereits die dritte Staffel des Mystery-Thrillers, vor kurzem wurde die zweite Staffel als „Hörspiel des Jahres 2016“ ausgezeichnet und bei den Fans gilt „Monster 1983“ bereits als Kult-Hörspiel. Ein großartiges Skript, eine aufwändige Produktion mit fantastischem Cast – die Créme de la Créme der deutschen Sprecher spielt mit – und tollem atmosphärischem Sounddesign sind hier die Bestandteile des Erfolgsrezeptes. Dass „Monster 1983“ in drei Staffeln mit jeweils zehn einstündigen Folgen erscheint, kann man zudem als Beleg dafür sehen, dass der Serientrend aus dem TV- und Streamingbereich nun auch das Audio-Entertainment erfasst hat. 
 
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Wie kann man Hörbuchsprecher werden? Welche Qualifikationen muss man für diesen Beruf mitbringen? Wie stehen die derzeitigen Stellenchancen?



Es ist sicher kein Zufall, dass sich unter den besten Hörbuchsprechern vor allem solche wiederfinden, die auch eine Schauspielausbildung genossen haben. Auch ein professionelles Sprechtraining ist unabdingbar, selbst wenn man schon viel Talent mitbringt. Wir haben uns diesem Thema auf unserem Hörbücher-Blog mit einer dreiteiligen Artikelserie gewidmet, die ich jedem ans Herz legen kann, der sich dafür interessiert, Sprecher zu werden. Manchmal bieten wir aber auch Chancen für Quereinsteiger: Erst vergangene Woche gab es ein Gewinnspiel, bei der man eine Mini-Rolle in unserem Hörspiel „Ghostsitter“ gewinnen konnte, in dem Christoph Maria Herbst die Hauptrolle spielt. Ich kann jetzt schon verraten, dass wir so etwas bald wieder machen – also haltet die Augen und Ohren offen.





Kommt es häufiger vor, dass Vorlagen für die Hörbuchadaption gekürzt werden? Warum wird ein Buch gekürzt und in welchem Maße?



Bei uns nicht, unsere Audible-Eigenproduktionen sind ausschließlich ungekürzt. Die Frage ist ja, warum Hörbuchadaptionen überhaupt gekürzt werden. Die Antwort ist ganz einfach: Weil die Speicherkapazitäten von CDs begrenzt sind. Dies gilt aber natürlich nicht für digitale Hörbücher und Hörspiele, die wir bei Audible anbieten, deswegen nehmen wir dem Autor nichts von seiner Geschichte weg und bieten die Hörbücher ungekürzt an. Da sind dann auch Produktionen von fast 49 Stunden dabei – wie zum Beispiel „Die Säulen der Erde“ von Ken Follett, gelesen von Tobias Kluckert – aber wir wissen, dass die Fans sich dies wünschen, weil sie die ganze Geschichte ihres Lieblingsautors erleben möchten. Unser Angebot an ungekürzten Hörbüchern und Hörspielen ist mit Sicherheit eines der Hauptgründe für das beeindruckende Wachstum, das wir in den vergangenen Jahren erlebt haben. 2016 wurden 133 Millionen digitale Hörstunden bei audible.de heruntergeladen.





Welche einzelnen Schritte durchläuft ein Hörbuch in Stichworten von der Idee bis zum Verkauf?



Wir suchen stetig nach den besten Geschichten, um sie unseren Hörern anbieten zu können. Wenn uns ein Titel auffällt, lesen wir den Text und besprechen intern, ob die Geschichte in unser Programm passt: Welches Genre ist das, wie ist die Zielgruppe? Natürlich helfen uns zur Einschätzung auch die Verkaufszahlen der Buch- oder vielleicht sogar Hörbuchversion aus anderen Ländern, wenn der Titel dort bereits erschienen ist. Sind wir überzeugt, verhandeln wir mit den Rechteinhabern. Ist dies erfolgreich, bereiten wir die Produktion vor: Welcher Sprecher eignet sich für diese Geschichte besonders? Ein Mann oder eine Frau? Welches Alter, eher eine helle oder tiefe Stimme? Wir arbeiten mit mehr als 300 Sprechern in Deutschland zusammen, mit vielen bereits seit Jahren und mein Kollege Marcus hat für jede Geschichte, jedes Genre gleich mehrere passende Sprecher im Kopf. Dann geht´s an die Terminplanung mit Studio und Sprecher sowie an die Vorbereitung der Aufnahme, zum Beispiel formatieren wir das Skript oder klären, wie gewisse Namen ausgesprochen werden sollen. Die Aufnahme selbst dauert mehrere Tage, je nach Länge des Hörbuchs. Bei aufwändigen Hörspielproduktionen sind wir auch mehrere Wochen im Studio, etwa für unsere dreiteilige Reihe „Robin“ mit insgesamt mehr als 42 Stunden Spielzeit und über 200 Sprecherrollen. Manche Sprecher schaffen drei Stunden Vorlesen am Tag, andere bis zu sechs – das hängt nicht nur vom Sprecher, sondern natürlich auch vom Text ab; gerade bei sehr brutalen Horrorgeschichten und einer sehr intensiven Vorleseerfahrung möchte man vielleicht mal etwas früher Feierabend machen. Sind die Aufnahmen mit dem Sprecher fertig, beginnt die so genannte Postproduktion: Schnitt, Mastering, finales Abhören, am Ende steht auch noch einmal eine Qualitätskontrolle bei uns im Haus. Wer einmal bei Aufnahmen live dabei war, ist immer beeindruckt, wie fehlerfrei und mit wenig Anläufen die Profisprecher lesen und wie schnell und mit wenigen Klicks die Aufnahmeleitung quasi in Echtzeit rausschneidet, wenn der Sprecher sich mal räuspern muss oder sich doch ausnahmsweise Mal verspricht. Wenn wir mit der Aufnahme zufrieden sind, bereitet ein eigenes Team bei uns das Hörbuch für den Download vor: Cover und Audiodatei hochladen auf audible.de und alle wichtigen Metadaten einpflegen, z.B. Sprecher, Autor, Laufzeit, Inhaltsangabe, Genre. Erst dann ist das Hörbuch bereit, um heruntergeladen und von möglichst vielen begeistert gehört zu werden.





Welche Bücher werden als Hörbücher eingesprochen? Gibt es hierfür Voraussetzungen oder kann prinzipiell jedes Buch vertont werden?



Wie bereits erwähnt achten wir darauf, dass wir vor allem ungekürzte Produktionen anbieten, fast drei Viertel unseres deutschsprachigen Online-Katalogs sind ungekürzt. Prinzipiell kann natürlich jedes Buch vertont werden, bei Sachbüchern mit Grafiken, Illustrationen oder Statistiktabellen stößt aber selbst der beste Sprecher an seine Grenzen und es wird für die Hörer anstrengend zu folgen. Comics lassen sich naturgemäß auch nur schwer vertonen, wenngleich die Geschichten oft so gut sind, dass es sich trotzdem lohnt, sie zu erzählen – deswegen haben wir zum Beispiel den Horrorcomic „Locke & Key“ als Hörspiel inszeniert. In Asien sind Comic und Mangas beliebter als bei uns in Europa, bei unseren japanischen Audible-Kollegen laufen solche Inhalte darum noch besser. Aber unabhängig, in welchem der sieben „Audible-Länder“ wir uns befinden: Wichtig ist für uns bei Audible, dass eine Geschichte unsere Hörer fesselt, begeistert, inspiriert. Richtig gute Sprecher schaffen das selbst bei eigentlich langweiligen Texten: Ein Hörbuch zum Bürgerlichen Gesetzbuch oder ein Hörbuch zur Straßenverkehrsordnung kann man sich eigentlich nicht vorstellen, aber was Christoph Maria Herbst daraus gemacht hat, lohnt sich definitiv zu hören!





Gibt es Vorgaben, an die man sich als Hörbuchsprecher halten muss? Oder erhält der Sprecher auch freie Hand (wenn es zum Beispiel um das Verstellen der Stimme geht)?



Wir arbeiten mit den besten deutschen Sprechern zusammen. Und international mit Hollywood-Stars wie Scarlett Johansson, die exklusiv für Audible „Alice im Wunderland“ eingelesen hat oder Eddie Redmayne, der nicht nur die Hauptrolle im Kinofilm „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ spielt, sondern für uns auch das Hörbuch interpretiert hat. Für die deutsche Fassung von „Phantastische Tierwesen…“ konnten wir dann übrigens Eddies deutsche Synchronstimme Timmo Niesner gewinnen. Die wissen natürlich genau, was sie machen, da ist unser Vertrauen enorm. Das sind alles Profis, die ein sehr feines Gespür dafür haben, welcher Tonfall der Geschichte oder dem jeweiligen Charakter angemessen ist. Dies entscheiden sie gemeinsam mit den Produzenten/Regisseuren im Tonstudio. Oft haben Sprecher und Autor auch direkt Kontakt und sprechen sich ab. Wir versuchen ja, für unterschiedliche Hörbücher eines Autors den gleichen Sprecher zu verwenden, so dass sich auch zwischen den beiden eine besondere Beziehung entwickelt. Ein schönes Beispiel ist Simon Jäger, der nun seit mehr als zehn Jahren die Thriller von Sebastian Fitzek liest. Wie gut die beiden harmonieren, sieht man auch in einem gemeinsamen Videointerview, was sie uns gegeben haben.





Wie viele Leute arbeiten an der Gestaltung eines Hörbuchs mit?



Danke für die Frage und die damit verbundene Gelegenheit, einmal das Team hinter einem Hörbuch zu würdigen. Natürlich spielen Autor und Sprecher eine ganz besondere Rolle, aber damit ein Hörbuch ein Bestseller in unseren Audible-Downloadcharts wird, geben auch viele andere ihr Bestes: Texte akquirieren und formatieren, Sprecher auswählen und buchen, Studiodisposition planen, es gibt bereits im Vorfeld so viel zu tun. Im Studio dann engagieren sich Sprecher, Regisseur, Tontechniker. Anschließend kommt das erwähnte Team dazu, das den Titel auf audible.de stellt sowie meine geschätzten Marketing-Kollegen, die dafür sorgen, dass jeder (potenzielle) Hörer weiß, wenn ein neues Hörbuch seines Lieblingsautors oder ein echter Geheimtipp auf audible.de erschienen ist.





Die Stimme eines Hörbuchsprechers muss den Konsumenten ansprechen. Was macht Ihrer Meinung nach eine gute Vorleserstimme aus? Gibt es vielleicht sogar eine Stimme, der sie ganz besonders gerne lauschen?



Letztlich muss die Stimme zur Geschichte passen. Für einen Liebesroman möchte man vielleicht einen anderen Vorleser als für einen spannenden Krimi. Die besten Sprecher sind so variantenreich in ihrer Stimme, dass sie den unterschiedlichen Charakteren einer Geschichte einen ganz eigenen und individuellen Klang geben können und man so der Handlung besser folgen kann. Ich bin immer wieder beeindruckt, wie die Sprecher es schaffen, nur durch ihre Stimme und Betonungen Bilder entstehen zu lassen. Und am Ende ist meiner Meinung nach auch immer ein wenig Magie im Spiel. Diese kleine Besonderheit, die man nicht erklären kann, sondern erleben muss. Zuletzt hatte ich dieses Erlebnis beim Hörbuchbestseller „Geister“ von Nathan Hill, gelesen von Uve Teschner. Hört doch mal in unsere Hörprobe rein – die verdeutlicht ziemlich gut, was ich hier mühsam zu beschreiben versuchte.





Lieber Hendrik, ich danke dir herzlich für die ausführlichen Antworten. Dieses Interview zeigt, wie viel Arbeit hinter einem Hörbuch steckt und dass nichts dem Zufall überlassen wird.

Ich wünsche dir und deinem Team weiterhin alles Gute und viele wunderschöne neue Geschichten zum Hören und Lesen :o)




Was ist mit euch? Hört ihr gelegentlich Hörbücher? Was macht für euch ein gutes Hörbuch aus?


Kommentare:

  1. Hallo Tanja

    Ich habe Audible seit ca. 2 Jahren aboniert. Ich liebe Hörbücher, aber ich schlafe doch recht schnell ein. Trotzdem möchte ich Hörbücher nicht mehr missen.
    Die rote Königin, Geister von Nathan Hill, Dear Amy, Dark Matter, Das Kind in dir muss Heimat finden(was ich einmalig toll finde), Ich bin mal kurz tot, Herbstblond um mal ein paar zu nennen. Besonders ans Herz lege ich dir: Am Arsch vorbei geht auch ein Weg und Das Leben ist kein Zweizeiler. Ja, und die Sonderbare Buchhandlung des Mr. Penumbra.
    KLasse finde ich, dass man die Hörbücher innerhalb eines Jahres zurückgeben kann und eine Gutschrift bekommt. Die sind bei Audible total nett, wenn man anruft. Ich möchte es nicht mehr missen. Trotz einschlafen höre ich sie ja doch immer wieder zu Ende.

    Liebe Grüße,
    Gisela

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    1. Hallo Gisela,

      ich danke dir für deinen ausführlichen Kommentar und die vielen Hörbuchtipps. Die Sache mit dem Einschlafen kenne ich. Damals habe ich ein Hörbuch vom Herrn der Ringe besessen. Die Musik und auch die Tonlage waren sehr konstant. Ich habe es nie über die ersten zehn Minuten hinausgeschafft. Bei Beastly von Simon Jäger war das anders. Ich fand seine Stimme sehr ansprechend. Auch hat er es geschafft den Charakteren einen sehr eigenen Flair zu vermitteln.

      Ich finde es eigentlich auch gar nicht so schlecht, wenn man bei Hörbüchern gut einschlafen kann. Vor geraumer Zeit hatte ich Schwierigkeiten mit dem Einschlafen. Ich denke ein Hörbuch kann da vielleicht beruhigen.

      Hast du über die Zeit hinweg schon einen Sprecher für dich entdecken können, dessen Stimme dir besonders zusagt?

      Dass du so gute Erfahrungen mit Audible gemacht hast, freut mich zu hören. Ich habe mir bislang immer CDs im Handel gekauft. Das war mein erstes Erlebnis mit einem geladenen Hörbuch.

      Ganz liebe Grüße
      Tanja :o)

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  2. Nochmal ich. Ich habe mittlerweile einige Hörbücher, die ich niemals mehr weggeben würde.

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  3. Ich habe mich lange Zeit überhaupt nicht mit Hörbüchern beschäftigt, was im Nachhinein ziemlich komisch war, schließlich habe ich als Kind Hörspiele geliebt. Von daher war eigentlich klar, dass ich Hörbücher mir gefallen müssten.

    Über eine Kollegin, die mir ein Hörbuch ausgeliehen hat, bin ich vor ca. drei oder vier Jahren auf den Geschmack gekommen, und ich möchte es nicht mehr missen. Vor allem, da ich seit diesem Jahr keine S-Bahn mehr fahre (was meine Lesezeit am Tag um ca. 45 Minuten verkürzt), sind Hörbücher im Auto sehr wichtig für mich geworden.

    Was die Sprecher betrifft, so bevorzuge ich generell männliche Sprecher, da ich viele weibliche Stimmen nervig finde.

    P.S.: Das Buch an Dich ist unterwegs. Habe es heute in der Mittagspause als Büchersendung aufgegeben.

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    1. Hallo Steffi,
      ohja, über die Kassettenzeit haben wir uns ja schon mal ein wenig unterhalten können. Ich erinnere mich auch noch daran, wie ich als kleines Kind Benjamin Blümchen oder Bibi Blocksberg gehört habe.

      Danach habe ich auch sehr lange keine Hörbücher mehr gehört. Später habe ich dann zu Hörbüchern gegriffen, die nicht meinem bevorzugten Genre entsprechen. Thriller, Krimis etc. Irgendwie hat das nicht so funktioniert. Ich bin nach der kürzlich gemachten Erfahrung sehr zuversichtlich, dass ich mit dem richtigen Genre und auch dem richtigen Sprecher viel mehr Freude an diesem Medium entwickeln kann. Gerade bei der Hausarbeit wäre das eine schöne Möglichkeit sich die Zeit zu verschönern.

      Was die Sprecher angeht, habe ich auch noch nicht allzu viele Erfahrungen machen können. Gibt es einen Sprecher, den du besonders gerne hörst? Wie ist es bei dir mit den Genres? Bist du da flexibler als bei der Buchwahl?

      Ahhh, ich danke dir noch einmal herzlich. Ich bin schon sehr gespannt auf die Geschichte <3

      Ganz liebe Grüße
      Tanja :o)

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    2. Meine Lieblingssprecher sind Michael Schwarzmaier, Jörg Maurer und Christian Tramitz. Die machen allerdings alle ein Genre, nämlich Krimis.

      Weibliche Sprecherinnen finde ich generell etwas schwierig, aber das ist sicher Geschmacksache.

      Ich bin bei Hörbüchern tatsächlich experimentierfreudiger als bei normalen Büchern. Ich habe noch nie einen Thriller gelesen aber tatsächlich zwischenzeitlich schon ein paar angehört.

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    3. Das ist wirklich interessant, dass es dir auch so ergangen ist, dass du bei den Hörbüchern oft zu ganz anderen Genres gegriffen hast.

      Mich würde ja mal interessieren, ob das bei anderen Hörbuchhörern/Lesern auch so ist.

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  4. Hey Tanja
    ich höre ab und zu auch gerne mal ein Hörbuch.
    Am liebsten höre ich eigentlich beim einschlafen. Wenn der Sprecher / Sprecherin eine angenehme Stimme hat, kann am besten die Geschichte bildlich gut vorstellen.

    Zur Zeit höre das Buch "AngelFall-Fürchtet euch nicht" von Susan Ee gesprochen wird es von Camilla Renschke. Die Frau Renschke hat wirklich eine angenehme Stimme.

    Welches Hörbuch hört du gerade?

    LB Barbara
    http://mybookseriemovieblog.blogspot.de/

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    1. Hallo Barbara,
      ich habe die ersten zwei Bänder der AngelFall-Reihe gelesen und fand sie richtig gut. Eigentlich müsste man mal zum Vergleich ein Hörbuch direkt danach hören. Ich habe festgestellt, dass ich für mich selbst ganz andere Betonungen setze, als es ein Sprecher vielleicht tun würde. Dadurch wirkt die Geschichte dann ja auch etwas anders.

      Hast du schon mal zu einer Geschichte sowohl das Hörbuch gehört, als auch das Print gelesen?

      Ich höre derzeit gerade kein Hörbuch.
      Wie ist es bei dir? Hörst du so viele Hörbücher, wie du liest oder liest du doch immer noch mehr?

      Vielen Dank für dein Feedback :o)

      Ganz liebe Grüße
      Tanja

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    2. Guten Abend Tanja,

      Ich habe die Buchreihe "Farben des Blutes" "Rote Königin" & "Gläserne Schwert" gelesen und nebenbei gehört. Das war nicht so schlecht findet ich. Weil die Sprecherin Britta Steffenhagen sehr angenehme Stimme hatte. Und deshalb freue mich auf den dritten (letzte) Band "Goldener Käfig" von der Buchreihe. Oh warte er erscheint ja nächsten Monat schon ok erst am 30.06.2017. Leider ist die Reihe damit schon fertig aber ich will wissen weiter geht.

      Kommt darauf an wie ich Lust und Laune habe für die Hörbücher. Zur Zeit habe ich wieder Bock auf Hörbücher.
      Aber ich liest lieber die Bücher selber weil ich das irgendwie bildlich besser vorstellen kann.
      Wenn ich mal ein Hörbuch hör, ist es nur beim einschlafen oder ich schreibe Rezension. Aber sonst höre ich nicht viel.

      LG Barbara

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    3. Hallo Barbara,
      da würde mich jetzt sehr interessieren, wie du die Unterschiede zwischen dem Gelesenen und dem Gehörten wahrgenommen hast. Hattest du auch das Gefühl, dass du das Buch ganz anders gelesen hättest von der Stimmlage und Betonung her?
      Hattest du vielleicht sogar ein ganz anderes Bild von den Charakteren vor Augen?

      Bei Beastly war es so, dass der Sprecher bei dem einen Mädchen eine richtige Hexenstimme hatte. Sie klang total berechnend. Ich glaube ich hätte das Buch ganz anders gelesen. Vermutlich etwas ruhiger.

      Ganz liebe Grüße
      Tanja :o)

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  5. Ich habe bis jetzt noch kein Hörbuch gehört oder mich dafür interessiert aber schöner und interessanter Beitrag :)

    ShellyAbdallahs.Blogspot

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