Mittwoch, 8. Juli 2015

Durchgelesen

Wie Monde so silbern von Marissa Meyer



Verlag: Carlsen

Seitenzahl: 384 Seiten

Format: gebunden / Gratis-Ebook anbei

Preis: 18,90 Euro

ISBN: 978-3-551-58335-2

Altersempfehlung: Ab 12 Jahre

Band 1 der Luna-Chroniken









Inhalt: 

Wie jeden Tag verrichtet Cinder ihre Dienste auf dem Wochenmarkt von Neu-Peking. Eines Tages taucht der Prinz und zukünftige Kaiser, gekleidet in einen grauen Kaputzenpullover, an ihrem Stand auf und bittet Cinder um ihre Hilfe. Das Mädchen soll sich seine persönliche Androidin anschauen, die ihm sehr am Herzen liegt und seit geraumer Zeit kein Lebenszeichen mehr von sich gibt. Cinder willigt in den Auftrag ein und muss bald feststellen, dass die Pest, die Neu-Peking wie ein dunkler Schatten überlagert und bald ihre Fühler auch auf den Marktplatz ausrichtet, ihr kleinstes Problem ist. Zum Einen hat der Prinz Gefallen an ihr gefunden und plant sie nun ständig zum Ball einzuladen, zum anderen befinden sich auf dem Chip der Androidin scheinbar höchst sensible Daten. Als dann auch noch die Königin von Luna anreist und den Prinz zu bedrohen scheint, ist das Chaos perfekt. Auch wenn Cinder sich dagegen wehrt, wird sie wohl oder übel zur ungewollten Heldin der Geschichte werden müssen, wenn diese noch ein gutes Ende nehmen soll.


Charaktere:

Cinder ist selbstbewusst, ein wenig rebellisch und sie ist ein Cyborg. Als einzige Mechanikerin mit Rundum-Service auf dem Wochenmarkt von Neu-Peking sind ihre Fähigkeiten sehr begehrt.

Kai ist der Prinz und zukünftige Kaiser von Neu-Peking. Ständig hat er mit den vorwitzigen Fransen seines Ponys zu kämpfen, die ihm immer wieder ins Gesicht fallen. Wenn er sich unters Volk mischt, tarnt er sich gerne mit einem grauen Kaputzenshirt.

Iko ist eine weibliche Androidin und Cinders beste Freundin. Mit ihrer direkten und ehrlichen Art, leistet sie Cinder hilfreiche Dienste bei den Arbeiten für die Stiefmutter. Iko hat eine Schwäche für Kleider, Schmuck und schöne Schuhe.

Pearl ist die ältere der beiden Stiefschwestern. Gegenüber Cinder verhält sie sich hochnäsig und garstig. Gerne macht sie Cinder zusammen mit ihrer Mutter das Leben schwer.

Peony ist die jüngere der beiden Schwestern. Sie ist nett und freundlich. Ihr größter Traum ist es mit dem Prinzen auf dem Ball zu tanzen. Gerne verbringt sie heimlich ihre Freizeit mit Cinder und Iko.

Adris ist Cinders Stiefmutter. Gegen ihren Willen musste sie damals das Mädchen bei sich aufnehmen, welches ihr nunmehr verstorbener Mann von einer seiner Auslandsreisen mitgebracht hat. Adris nutzt jede freie Minute, um Cinder zu schikanieren.

Die Königin Levana reist von ihrem Heimatplaneten Luna auf die Erde, um Prinz Kai ihre Aufwartung zu machen. Sie ist manipulativ, abgrundtief bösartig und in der Kombination sehr gefährlich für alle, die ihr in die Quere kommen.


Schreibstil:

Mit „Wie Monde so silbern“ wagt sich die Autorin an eine Adaption des Märchens Aschenputtel. Die Parallelen zu dem Märchen sind zwar vorhanden, bleiben aber eher im Hintergrund. So gibt es einen Prinzen, der einen Ball veranstaltet, anstatt eines Schuhs verliert Cinder auf der Treppe des Schlossgebäudes gleich ein ganzes Bein. Es gibt eine Stiefmutter und zwei Stieftöchter, die sich mit hübschen Kleidern auf das Fest vorbereiten. Auch verbietet die Stiefmutter Cinder selbst an dem Ball teilzunehmen und rechtfertigt das nicht mit Linsen, die das Mädchen aus der Asche sortieren soll, sondern mit mechanischen und technischen Arbeiten, denen unbedingt Vorrang einzuräumen ist.
Auch werden Elemente des Klassikers Schneewittchen eingestreut. So reist aus Luna die böse Königin an. Sie ist in der Lage ihr Gegenüber mit ihrer „magischen“ Fähigkeit so zu manipulieren, dass er alles für sie tun würde. Dieser Zauber verpufft jedoch, wenn man ihr Antlitz durch einen Bildschirm oder in einem Spiegel betrachtet. Dann nämlich wird ihre „wahre Schönheit“ sichtbar.

Marissa Meyer spickt ihre Geschichte mit vielen neuen, interessanten und überaus amüsanten Ideen. So ist die Charakterin Cinder mit einem Metallbein ausgerüstet in dessem Innenfach sie das wichtigste Werkzeug für ihre Arbeiten aufbewahrt. In ihren Kopf ist eine umfangreiche Mechanik eingebaut, so dass sie auf einem Netscreen in ihrem Blickfeld jederzeit die aktuellen Nachrichten aufrufen kann. Inbegriffen in dieser Mechanik ist ein kleines Lämpchen, dass je nach Aussage des Gegenüber in Rot oder Grün anzeigt, ob dieser lügt oder die Wahrheit sagt.



Fazit:

Marissa Meyer stellt den Märchenklassiker „Aschenputtel“ mit ihrem Roman in einen neuen und interessanten Kontext. Dabei geht sie sehr fantasiereich vor und entlockt dem Leser öfters ein Schmunzeln, wenn dieser sich zum Beispiel vorstellen darf, wie Cinder mit ihrem alten verbeulten Fuß eines elfjährigen Cyborgs durch die Gegend hüpft.
Ich persönlich kann mit Science Fiction nur wenig anfangen und fühlte mich in diesem Roman letztlich doch sehr gut aufgehoben. „Wie Monde so silbern“ macht auf jeder Seite Spaß und amüsiert mit lustigen kleinen Anekdoten, einer handfesten Hintergrundgeschichte und gut ausgearbeiteten Charakteren.




Kurzgefasst:

Spannung/Action:






Liebe: 






Charaktere:






Handlungsstrang:






Schreibstil:






Im Gesamtpaket:


Kommentare:

  1. Liebe Tanja,

    ich bin eigentlich kein Fan von Science Fiction, aber das Buch hört sich wirklich interessant an!

    Liebe Grüße
    Nadine

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    1. Hallo Nadine,
      bei mir ist es ganz genauso. Das Buch kann man aber, wie ich aus eigener Erfahrung sagen kann, auch lesen, wenn man mit Science Fiction nicht viel anfangen kann. Gerade diese Elemente verleihen hier dem klassischen Märchen gerade die Würze.
      Ich kann es dir wirklich nur empfehlen :o)
      Ganz liebe Grüße Tanja

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  2. Liebe Tanja,
    mag ich mich doch fix für deinen lieben Willkommensgruß bedanken und natürlich auch schauen, was du in den letzten 3 Wochen gelesen sowie angestellt hast.^^
    Es freut mich sehr, dass dir das Buch gefallen hat und du dich offensichtlich schon auf das Weiterlesen freust.
    Ich bin noch etwas bei dir stöbern, hinterlasse aber jetzt schon mal alle lieben Wünsche für diese neue Woche <3
    Hibi

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    1. Huhu Hibi,
      ich freue mich total, dass du zurück in der Bloggerwelt bist und man sich jetzt wieder liest. :o)))
      Wie Blut so rot habe ich gestern Abend noch angefangen. Ich bin noch nicht wirklich weit, aber aufgrund der Rezensionen und auch der ersten Seiten bin ich sehr auf den Charakter Wolf gespannt :o)
      Ich wünsche auch dir eine ganz wundervolle Woche.
      Liebe Grüße
      Tanja :o)

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